Ullsteinroman von Sten Nadolny
4. Januar 2012In diesem Buch wird die Geschichte der berühmten Familie Ullstein erzählt, die ja eigentlich Uhlmann hiess und aus Fürth stammt. Dort hatte Vater Hajum Ullstein eine Papiergrosshandlung. Sein Sohn Leopold hat das Geschäft dann übernommen, ging aber nach einiger Zeit nach Berlin, weil ihm das mit der Papiergrosshandlung nichts war. Er wollte das Papier lieber bedrucken. Und so übernahm er einige Zeit später die Vossische Zeitung. Leopold Kinder wiederum bauten dann den Verlag auf. Es kamen immer mehr Zeitungen und Zeitschriften sowie auch Bücher dazu.
Ein sehr interessantes Buch. Ich fand es aber auch recht langweilig. Das Buch heisst Ullsteinroman, von Roman ist aber nichts zu merken. Es werden einige mehr oder weniger wichtige Dinge aus dem Leben der Ullsteins erzählt, aber das ganze ähnelt eher einem Dachbuch als einem Roman. Dieses Buch kann man nicht einfach mal so zur Entspannung lesen. Hier muss man schon eine gute Allgemeinbildung mitbringen, um das ganze verstehen zu können. Vieles wird nur angedeutet oder es tauchen plötzlich Namen wichtiger historischer Personen auf. Apropos Personen – es tauchen hier auch einfach zu viele Personen auf. Am Anfang eines Abschnitts wird in einem Satz erzählt wie die Person geboren wurde und zu welchem Zweig der Familie sie gehört, drei Sätze später ist die Person dann schon erwachsen und fuenf Sätze später plötzlich tot. Im nächsten Abschnitt taucht diese Person dann aber wieder auf. Irgendwie hat mich das nur verwirrt. Ehrlich gesagt würde ich das Buch nicht weiterempfehlen.
Die drei ??? und der dreiTag
9. Oktober 2011Justus, Peter und Bob sitzen gerade in ihrem Lieblingsrestaurant, um den Abschluss des letzten Falls zu feiern. Außerdem möchte Justus gleichzeitig auch den Kauf des Filmprojektors feiern. Er hat nämlich gerade für 5 Dollar einen Novalux Projektor ergattert – ein ziemlich seltenes Stück….
So fängt jedes der drei Bücher an, aber doch ist jede Geschichte anders. Denn es wird dreimal der gleiche Tag erzählt.
Im ersten Buch geht es um den Filmprojektor, in dessen Unterseite eine Filmrolle versteckt ist.
Im zweiten Buch geht es um rote Schriftzüge an Häuserwänden.
Im dritten Buch geht es um einen Jungen, der so sein will wie Peter.
In jedem Buch tauchen Personen oder Dinge aus den anderen zwei Büchern auf. Nicht in jedem Buch sind sie aber von Bedeutung.
Ich fand die Bücher ganz spannend, obwohl mir das erste und zweite am besten gefallen haben. Das dritte fand ich dann nicht ganz so spannend, eher etwas langweilig, weil immer wieder die gleichen Dinge erzählt wurden und die Story im dritten Buch irgendwie auch nicht so richtig in Fahrt kam.
Goldspur des Todes von Jack Higgins
1. Oktober 2011Martin Keogh alias Sean Dillon, ein britischer Agent, quartiert sich in Irland ein. Nachdem er ein junges Mädchen vor Raufbolden beschützt hat, bringt er sie nach Hause zu ihrem Onkel. Dieser ist IRA-Aktivist und hat gerade einen großen Coup vor. Dazu kann er gut noch einen Mann gebrauchen. Martin Keogh kommt ihm da gerade recht. Er weiht ihn in seinen Plan ein. Er will einen Goldtransporter überfallen, der Goldbarren im Wert von 50 Millionen Pfund an Bord hat. Alles läuft nach Plan bis sie mit dem Laster auf dem Schiff sind. Der Kapitän des Schiffes hat bemerkt, dass es um eine große Sache geht. Er will den Transporter an sich reißen. Nach einer wilden Schießerei geht das Schiff samt Transporter unter. Martin Keogh kann sich mit dem Mädchen und seinem Onkel retten. Dann trennen sich ihre Wege. 10 Jahre später geht die Suche nach dem versunkenen Schiff los. Auch diesmal ist Sean Dillon dabei…….
Ein eher mittelmäßiger Krimi. Es gibt spannende Stellen, aber im Großen und Ganzen kann man viele Ereignisse in diesem Buch schon vorher sehen. Als Urlaubslektüre sicher geeignet, weil es eher unterhaltend als wirklich atemberaubend spannend ist.
Sag mir auf Wiedersehen von Alexandra Cordes
27. März 2011Christine Welsch ist gerade 13 Jahre alt als sie Georg Bonet das erste Mal sieht und sich in ihn verliebt. Genauso wie er sich in diesem Moment in sie verliebt. Georg ist zwei Jahre älter als Christine. In den folgenden Jahren verbringen die beiden jede freie Minute miteinander. Doch als Georg die Schule beendet hat, will er nach Potsdam, um dort Medizin zu studieren. Vor seiner Abreise muss er allerdings Christines Vater versprechen sie erst wiederzusehen, wenn er das Studium abgeschlossen hat. Wenn er sie dann immer noch liebt, darf er um ihre Hand anhalten. Doch Georg hält es nur zwei Jahre aus und wird dann krank vor Sehnsucht nach Christine….
Ein schnulziger und kitschiger Roman. Es geht die ganze Zeit nur darum, ob die beiden zusammenkommen. Die Geschichte spielt in der Zeit von ca. 1880 bis ca. 1935. In dieser Zeit ist ja wohl vieles passiert, aber im Roman kommt kaum etwas davon vor. Es wird allenfalls angedeutet.
Auch sind mir die Zeitsprünge irgendwie viel zu groß. Von einem Kapitel ins nächste werden Jahre übersprungen. Irgendwie bin ich auch mit den Figuren in dieser Geschichte nicht wirklich warm geworden.
Also ich würde diesen Roman nicht weiterempfehlen. Wer allerdings gerne mal einen superkitschigen Roman liest, kann ihn ja dennoch mal lesen. Allen anderen rate ich davon ab.
Die Liste von John Grisham
30. Januar 2011Willie Traynor studiert Publizistik, klemmt sich aber auch nicht wirklich dahinter. Als ihm ein Kommilitone und Freund erklärt, dass man bei kleinen Zeitungen viel Geld verdienen kann, schmeißt Willie sein Studium und fängt bei einer kleinen Zeitung in Clanton an. Schon nach einigen Monaten droht der Zeitung das Aus. Der Chef der Zeitung fragt Willie, ob er die Zeitung kaufen würde. Dieser leiht sich das Geld von seiner Großmutter und gestaltet nach und nach die Zeitung um. Kurz nach der Übernahme der Zeitung passiert ein grausiger Mord in Clanton. Rhoda Kasselwa wird vergewaltigt und ermordet. Noch im Sterben sagt sie: “Es war Danny Padgitt.” Er wird als Verdächtiger festgenommen und vor Gericht gestellt. Im Prozess spricht ihn die Jury schuldig. Er kommt lebenslang ins Gefängnis – denken die meisten. Aber nach 9 Jahren kommt er wieder frei und die Morden in Clanton fangen an…
Auch dieses Buch fand ich eher langweilig. Bis es zum Prozess kommt ist dashalbe Buch schon vorbei und um eine Liste geht es erst auf den letzten Seiten des Buches.
Also ich finde John Grisham hat schon besseres geschrieben. Er schweift hier immer wieder ab und erzählt Sachen, die gar nicht unbedingt was mit der Geschichte zu tun haben.
Ich würde das Buch nicht weiterempfehlen.
Der Gefangene von John Grisham
20. Januar 2011Die junge und eigentlich sehr beliebte Debbie Carter wird in ihrer Wohnung vergewaltigt und anschließend ermordet. Die Polizei hat recht schnell zwei Verdächtige – Ron Williamson und Dennis Fritz. Die Beamten verhören die beiden Verdächtigen so lange bis diese den Mord gestehen. Auch die Geschworenen bei der Verhandlung sind der Meinung, dass die “Beweise” ausreichen und verurteilen die beiden zur Todesstrafe.
So langweilig wie sich das bis hierher anhört ist das ganze Buch. Es geht nur darum, dass die beiden Männer zu Unrecht verurteilt wurden und am Ende natürlich doch noch frei kommen. (Das ist ürbigens eine wahre Geschichte)
Ich habe mich ehrlich gesagt eher durch dieses Buch durchgequält. Es war zwar interessant, aber zu langatmig und verwirrend geschrieben. John Grisham erzählt auch von einem anderen Mord bei dem ebenfalls zwei Männer zu Unrecht festgenommen und ins Gefängnis gesteckt wurden. Er springt dann immer zwischen beiden Fällen hin und her. Auch erzählt er mal was aus der Gegenwart, dann wieder was aus der Vergangenheit. Außerdem werden immer wieder Daten angeführt an denen irgendwas wichtiges passiert ist. So viele Daten finde ich eher störend.
In seinen Anmerkungen am Ende des Buches schreibt John Grisham, dass dies ein Sachbuch ist. Ok, dafür mag es ja spannend sein. Aber von John Grisham erwartet man spannend erzählt Justiz-Thriller und keine Sachbücher!
Ich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen.
Die drei Fragezeichen und der Spuk im Hotel
7. Januar 2011Justus Freundin Lys trägt diesmal einen Fall an die drei Detektive heran. Ihre alte Schauspiellehrerin – Amanda Black – hat sich aus dem Showbusiness zurückgezogen und führt seit einigen Jahren ein Hotel. Doch seit ein paar Tagen scheint es dort zu spuken. Es verschwinden Gegenstände und diese tauchen dann plötzlich an ganz anderen Orten wieder auf. Da Mrs Black ungern die Polizei im Hotel haben möchte, ist sie dankbar für Lys Vorschlag den Fall den drei Nachwuchsdetektiven zu übergeben….
Die Geschichte an sich ist ja nicht schlecht. Aber irgendwie war sie diesmal nicht ganz so spannend wie sonst. Es war irgendwie ein bißchen langweilig geschrieben und der Schluss kam dann ganz plötzlich. Man hatte kaum Anhaltspunkte, um selbst mitraten zu können. Trotzdem würde ich das Buch allen Fans der Kinderbuchreihe empfehlen. Wer die drei noch nicht kennt, sollte lieber mit einem früheren Band anfangen.
Der Mann aus St. Petersburg von Ken Follett
7. November 2010Lord Walden befindet sich mit seiner Familie gerade auf seinem Landsitz Walden Hall als Winston Churchill unangemeldet bei ihm auftaucht. Eigentlich will Walden ihn nicht empfangen, da er ihn nicht leiden kann, aber sein Butler bringt ihm einen Brief vom König, der ihn bittet Churchill zu empfangen. Und Churchill tritt mit einer Bitte an ihn heran. Da seine Frau Lady Lydia Walden Russin ist und mit Fürst Alex Orlow verwandt ist, bittet Churchill Walden Fürst Orlow aufzunehmen und mit ihm zu verhandeln wie sich England und Russland in einem Krieg helfen könnten.
In Russland erfährt man jedoch durch Spione von Orlows Reise nach England und ahnt worum es dabei geht. Also schickt man ihm einen Mann hinterher, der ihn töten soll….
Hört sich vielleicht spannend an, ist es aber bei weitem nicht. Ich fand das Buch ausgesprochen langweilig! Immer wenn man dachte “Jetzt wird es spannend!”, wurde es nach ein paar Sätzen eher romantisch oder sogar kitschig. Teilweise hat Ken Follett die Szene auch so lange beschrieben, dass sie dadurch langweilig wurde. Es passiert irgendwie immer mal wieder etwas einigermaßen spannendes, aber das zieht sich dann durchs ganze Buch. Es ist irgendwie eine Mischung aus Roman und Spionage Thriller. Aber irgendwie ist es ihm nicht gelungen die Geschichte so interessant zu schreiben, dass man das Buch auch wirklich lesen möchte.
Ich habe mich eher durch dieses Buch durchgequält. Er hat wirklich schon spannendere oder interessante Romane geschrieben. Der Mann aus St. Petersburg kann ich wirklich nicht empfehlen! Und wer Ken Follett noch nicht kennt und dieses Buch als erstes liest, wird sehr enttäuscht sein und sicher kein zweites von ihm lesen.
Im Spinnennetz von Agatha Christie
11. September 2010Clarissa Hailsham-Brown wohnt seit einigen Wochen mit ihrem Mann und seiner Tochter in einem Haus auf dem Land. An diesem Tag sind Jeremy Warrander, ein Bekannter, Sir Rowland, Clarissas Patenonkel und Hugo Birch, ebenfalls ein Bekannter, zu Besuch. Am Abend gehen die drei Männer zum Essen in den Golfklub, da Clarissas Diener und seine Frau an diesem Abend frei haben. Kurz darauf kommt Clarissas Mann nach Hause. Er bittet sie ein wenig Ordnung im Wohnzimmer zu machen und sich dann zurückzuziehen, da er einen wichtigen Staatsgast abholen muss, der sich dann heimlich mit dem Premierminister treffen will – und zwar in seinem Haus. Also schafft sie etwas Ordnung und geht in die Küche, um Sandwiches und Getränke für die Gäste zu bereiten. Als sie wieder im Wohnzimmer ist, entdeckt sie plötzlich eine Leiche hinter dem Sofa….
Bis man an diesem Punkt ist, hat man schon die Hälfte des Buches gelesen. Erst dann wird es wirklich spannend. Und bis zum Schluss weiß man wieder mal nicht wer der Mörder war.
Übrigens war auch dieser Krimi ursprünglich ein Theaterstück.
Ich fand das Buch nicht so gut, weil es einfach zu lange dauert bis man alle Personen kennt.
Für Christie-Fans ok, aber wer ihre Bücher noch nicht kennt, wird nach diesem eher enttäuscht sein.
Tauchstation von Robin Cook
10. Mai 2010Perry Bergman ist Haupteigentümer von Bentique Marine, einem Unternehmen, das Unterwasserbohrungen und ähnliches macht. Als sein Team eine Felsformation am Meeresgrund entdeckt, die bisher auf keiner Karte auftaucht, ist er entschlossen dort genauer nachzuschauen. Er schickt ein Schiff mit U-Boot an die Stelle und läßt dort bohren.
Als er nach einiger Zeit mal nach dem Rechten sehen will, erfährt er als erstes, dass es irgendwie nicht so läuft wie es sollte. Als er sich dann ein paar Stunden schlafen legt, wird er plötzlich von einem ohrenbetäubenden Geräusch geweckt. Auf Nachfragen erfährt er, dass der Bohrkopf schon wieder kaputt ist. Der Teamleiter schickt das U-Boot und eine Gruppe Taucher runter, um den Bohrkopf auszuwechseln. Er macht Perry den Vorschlag im U-Boot mitzufahren. Gesagt, getan. Als das U-Boot an der Bohrstelle ankommt, haben sie noch etwas Zeit bevor auch die Taucher unten ankommen. Da sie Perry beeindrucken wollen, fahren sie ein bißchen durch die Gegend und entdecken dabei einen Unterwasserberg. Sie fahren hinein und staunen. Doch plötzlich spielen alle Messgeräte verrückt und sie werden in die Tiefe gezogen….
Bis dahin fand ich das Buch ja ganz spannend, aber dann wurde es langweilig und irreal. Sie kommen in eine Unterwasserwelt, die den Menschen weit voraus ist.
Wer auf Science-Fiction steht, kann das Buch ja mal lesen. Ansonsten würde ich es nicht weiterempfehlen.
Es passt irgendwie auch gar nicht zu den anderen Thrillern, die ich bisher von Robin Cook gelesen habe. Die hatten alle was mit Medizin zu tun. “Tauchstation” dagegen gar nicht.