Kleiner Mann, Großer Mann – alles vertauscht von Hans Fallada

Buch

Max Schreyvogel ist mit seiner Frau Karla und seiner Tochter Eduarda – genannt Mücke – gemütlich zu Hause als plötzlich mehrere Herren mit Zylinder zu Ihnen kommen. Max und Karla sollen zu einem Rechtsanwalt kommen. Gesagt, getan. Max´ Onkel Eduard ist gestorben und hat ihm alles vermacht. Viel Geld und ein großes Schloss mit einem Gut. Sofort bietet der Anwalt an sich für Max um alles notwendige zu kümmern. Dankbar nimmt Max an und kündigt seinen Job bei einer Versicherung. Doch schon gehen die Probleme los. Plötzlich kommen alle möglichen Leute und wollen Geld für die unmöglichsten Dinge von Max haben. Auch die Freunde der beiden nehmen langsam Abstand. Da die Wohnung der Schreyvogels dem Anwalt nicht angemessen scheint, zieht die kleine Familie in ein Hotel wo Sie ständig darauf achten müssen was oder wie sie etwas sagen und kaum mal Zeit für sich alleine hat. Max und Karla nehmen zu Weihnachten allen Mut zusammen und büxen aus – zu ihrem Schloss und dort bleiben sie…

Wie immer eine tolle lebensnahe Geschichte, die auch heute noch aktuell ist. Hans Fallada zeigt hier, dass man mit wenig Geld oft denkt man hätte es leichter, wenn man viel Geld hätte, doch hat man mit viel Geld ganz andere Probleme. Die Figuren sind gut dargestellt, so dass man mit ihnen fühlen kann. Was evtl. etwas stört ist, dass das Buch so geschrieben ist als wenn Max Schreyvogel diesen Lebensabschnitt als Erzählung für seine Nachfahren aufgeschrieben hat.
Alles in allem würde ich diesen Roman auf jeden Fall weiterempfehlen. Da er nicht ganz leicht zu lesen ist, sollte man sich dafür unbedingt Zeit nehmen und ihn in Ruhe lesen. Das ist nichts für „mal kurz zwischendurch“.