Der Keller von Minette Walters

Die Familie Songoli hat zwei Söhne und eine „Tochter“ – Muna. Eines Tages verschwindet der jüngere Sohn Abiola und die Polizei stellt Nachforschungen an. So kommt es, dass Muna nicht mehr im Keller leben muss, sondern schöne Kleider tragen darf und ein eigenes Zimmer bekommt. Es geht ihr nun viel besser als vorher als sie den ganzen Tag im Haus arbeiten musste und nachts im Keller von Mr. Songoli vergewaltigt wurde….

Was ist das denn? Was ist aus Minette Walters geworden? Ich habe ihre Bücher sonst immer verschlungen, weil sie spannend waren, aber dieses Buch hat mich total enttäuscht. Erst wartet man jahrelang auf ein neues Buch der Autorin, dann kommt es endlich raus und man ist das erste Mal enttäuscht, denn das Buch ist mit gerade mal 220 Seiten sehr dünn und kostet dennoch 9,99 Euro! Das zweite Mal war ich dann beim Lesen enttäuscht. Die Geschichte ist anfangs sehr verwirrend, hat man dann endlich verstanden worum es geht, wird die Geschichte eher langweilig und total unrealistisch. Erst wird Muna als schüchternes Mädchen, dass kaum sprechen kann, dargestellt und im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich zu einem sehr cleveren Mädchen. Aber wie?
Was mich auch sehr gestört hat, dass die Gespräche nicht immer als solche gekennzeichnet waren. Das stört irgendwie den Lesefluss.
Und wenn man sich dann durch das Buch gequält hat, um zu erfahren wie es ausgeht, wird man nochmals enttäuscht, denn der Schluss ist total offen.
Also ich würde das Buch nicht weiterempfehlen und denke auch, dass ich kein weiteres Buch der Autorin kaufen werde. Aber vielleicht gefällt es ja einem anderen Leser besser…