Das goldene Ufer von Iny Lorentz

Walther Fichtner hat seine Eltern verloren und läuft nun als Trommelbub im Krieg gegen Napoleon mit. Auch Gisela ist mit ihren Eltern in diesem Trupp. Doch bei der Schlacht um Waterloo sterben beide Elternteile und so steht sie alleine da. Walther rettet bei dieser Schlacht einem ranghohen Soldaten das Leben. Dieser nimmt ihn und Gisela nach dem Ende des Krieges mit zu sich auf das Schloss Renitz. Dort erhalten beide Unterricht vom Pastor und müssen im Schloss helfen. Doch schon als Walther zusammen mit dem Grafensohn in Göttingen studiert, träumt er vom Auswandern nach Amerika. In den folgenden Jahren spart er darauf. Um Gisela vor dem Grafensohn zu schützen heiratet er sie. Doch als der Grafensohn sich dann doch an ihr vergeht, erschiesst Gisela ihn und sie flüchtet zusammen mit Walther, um nach Amerika auszuwandern.

Ich habe mir dieses Buch zu Weihnachten gewünscht, weil ich schon viel Gutes über die Autorin bzw. das Autorenpaar gehört habe und mit das Wort „Auswanderersaga“ gereizt hat. Doch leider wurde ich enttäuscht. Die Personen bleiben irgendwie unnahbar, weil sie weder vom Aussehen noch vom Charakter her gut beschrieben werden. Gefühle oder Beschreibungen von Landschaften etc. sind hier Fehlanzeige. Es ist lediglich eine Aneinanderreihungen verschiedener Ereignisse im Leben von Walther und Gisela. Das Thema Auswandern kommt eigentlich erst im knappen letzten Drittel des Buches zur Sprache. Ich fand das Buch ehrlich gesagt furchtbar langweilig, denn auch die historischen Begebenheiten sind sowas von nebensächlich. Auch kann man sich das Leben in der damaligen Zeit nicht wirklich gut vorstellen. Also ich würde das Buch nicht weiterempfehlen und werde mir auch kein weiteres dieser Autoren kaufen. Aber vielleicht gefällt der Roman einem anderen Leser ja besser….

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