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Liebesnächte in der Taiga von Konsalik
28. September 2009Franz Heller ist Deutscher, arbeitet für die CIA und soll als Spion nach Russland reisen, um dort die neueste Raketentechnik auszukundschaften. Jeder Ausländer, der nach Russland reisen möchte, muss dies vorher anmelden und er wird schon vor der Einreise vom KGB überprüft. Dazu erhält ein Major Kapuschin jeden Morgen eine Liste mit den Namen der am nächsten Tag eintreffenden Ausländern. Als er eines Tages den Namen Heller liest, hat er ein komisches Gefühl. Er umkreist diesen Namen auf der Liste, was bedeutet, dass er überwacht wird. Als Heller am nächsten Tag in Russland eintrifft, wird er von Marfa Babkinkskaja am Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht. Damit er nicht flüchten kann, nimmt sie ihm seinen Pass ab. Sie schlägt ein gemeinsames Abendessen vor, er lehnt aber ab mit der Begründung in Ruhe auspacken zu wollen. Als Marfa ihn am nächsten Morgen abholen will, ist er verschwunden, obwohl die ganze Nacht jemand auf dem Hotelflur Wache stand. Wird der KGB Heller finden? Erfährt Heller etwas über die russischen Raketen?
Das hört sich ja spannend an, dachte ich. Denn Konsalik hatte ich bisher nur mit Schnulzenromanen in Verbindung gebracht. Und das hat sich auch bestätigt. Es zieht sich zwar durch das ganze Buch, dass Heller vom KGB gesucht wird und immer wieder fliehen muss, aber das ist dann oft sehr langatmig. Andere spannende Momente werden wieder sehr kurz abgehandelt.
Im Großen und Ganzen ist es eben doch ein Schnulzenroman und kein spannendes Buch.
Auch hat es mich sehr gestört, dass der Autor den Leser immer wieder direkt anspricht. Sowas mag ich nicht. Die Geschichte soll einfach hinter einander erzählt werden. Und dass vieles immer verkleinert wurde z.B. Brüderchen, Häuschen etc. ging mir auch ziemlich auf die Nerven. Aber das ist vielleicht in Russland wirklich so.
Ich bin wirklich froh, dass ich für dieses Buch kein Geld ausgegeben habe, sondern es geschenkt bekam. Man quält sich eigentlich eher durch die fast 800 Seiten.
Ich würde das Buch nur Konsalik-Fans und Liebhabern von Schnulzenromanen empfehlen.
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