1952: Grete Faber führt gemeinsam mit ihren Töchtern Henriette und Lisbeth eine Pension an der Ostsee. Bereits vor dem Krieg lag der Betrieb in ihren Händen, doch als Gretes Mann in Kriegsgefangenschaft geriet, musste sie die Pension allein mit den Töchtern weiterführen. Noch immer geht sie, wann immer es die Zeit erlaubt, zum Bahnhof – in der Hoffnung, dass ihr Mann doch noch heimkehrt. Als Walter Ulbricht verkündet, dass die DDR nach dem Vorbild der Sowjetunion sozialistisch bewirtschaftet werden soll, wird die Lage für Grete und ihre Familie immer schwieriger.
Mein Fazit zu Die Seebadvilla von Kathleen Freitag
Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass die Geschichte ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herspringt. Doch die Autorin hat die Szenen in der Gegenwart kurz gehalten und sie nur gelegentlich einfließen lassen. Zum Ende hin verknüpfen sich die beiden Handlungsstränge auf natürliche Weise.
Die Personen sind sympathisch gezeichnet und die Szenen anschaulich beschrieben. Auch das Bemühen der Autorin, den Alltag in der DDR greifbar zu machen, ist positiv hervorzuheben. Ich fand den Roman lesenswert und empfehle ihn gerne weiter – ein wunderbares Buch für entspannte Stunden auf dem Sofa oder für einen Urlaub an der Ostsee, bei dem man einige der Schauplätze direkt selbst besichtigen kann.
Infos zum Buch:
Herausgeber: HarperCollins
Format: Ebook
Seiten: 337
