Buchrezension: Das Savoy – Geheimnisse einer Familie von Maxim Wahl

Savoy-Saga Teil 3

Buchrezension: Das Savoy - Geheimnisse einer Familie von Maxim Wahl
Buchrezension: Das Savoy - Geheimnisse einer Familie von Maxim Wahl - Bild mit Hilfe einer KI erstellt

London, 1940: Violet Mason führt die Geschicke des Savoy in einer der dunkelsten Stunden der Stadt. Die Atmosphäre verschärft sich, als eine von Victor Kamarowski installierte Abhörstation im Hotel entdeckt wird, die kurz darauf vom britischen Geheimdienst übernommen wird. Inmitten dieser politischen Wirren findet Violet endlich wieder zu Max – doch ihre Verbindung steht unter keinem guten Stern. Max ist mit einer Hofdame der Königin verheiratet, was die Situation brisant macht. Während die deutsche Luftwaffe London angreift, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu.

Mein Fazit zu Das Savoy – Geheimnisse einer Familie von Maxim Wahl

Auch der dritte Band der Reihe überzeugt durch atmosphärische Beschreibungen und gut ausgearbeitete Szenen. Dennoch hinterlässt die Lektüre gemischte Gefühle. Ein Kritikpunkt, der mich bereits in den Vorgängern begleitete, ist der Fokus der Erzählung: Man erfährt überraschend wenig über die internen Abläufe und das Wesen des Savoy; die Handlung konzentriert sich stattdessen fast ausschließlich auf Violets Privatleben.
Zudem empfand ich die Erzählweise als recht sprunghaft. Durch die kurzen Kapitel entsteht zwar ein hohes Lesetempo, allerdings leidet darunter manchmal die Tiefe der einzelnen Momente.
Um der Geschichte gut folgen zu können, ist es ratsam, die ersten beiden Bände vorab gelesen zu haben. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass Maxim Wahl die wichtigsten Fakten und vorangegangenen Ereignisse im Laufe der Erzählung immer wieder geschickt einfließen lässt. So verliert man selbst ohne detailliertes Vorwissen nicht den Anschluss. Wer historische Romane schätzt, die auf wahren Begebenheiten beruhen, wird hier insgesamt gut unterhalten.

Infos zum Buch:

Herausgeber: Aufbau Taschenbuch Verlag
Format:Ebook
Seiten: 400