Buchrezension: Die Jahre der Schwalben von Ulrike Renk

Ostpreußen-Saga Teil 2

Buchrezension: Die Jahre der Schwalben von Ulrike Renk
Buchrezension: Die Jahre der Schwalben von Ulrike Renk - Bild mit Hilfe einer KI erstellt

Frederike ist mit Ax von Stieglitz verheiratet. Doch gleich nach der Hochzeit reist Ax nach Davos, um seine Tuberkulose behandeln zu lassen. Frederike bleibt allein zurück und muss sich um das große Gut kümmern. Das ist allerdings alles andere als einfach. Die Angestellten nehmen sie nicht richtig ernst, die Arbeit läuft nicht gut und auch finanziell wird die Lage schwieriger.
Schließlich wendet sich Frederike an ihren Stiefvater, der ihr sofort hilft. Als er mit dem Verwalter spricht, wird schnell deutlich, dass dieser nicht im Sinne des Gutes handelt. Als NSDAP-Mitglied verfolgt er vor allem politische Interessen und handelt nicht im Sinne des Gutes, das in Polen liegt. Frederike entlässt ihn und bekommt durch ihren Stiefvater einen neuen Verwalter an die Seite gestellt. Bald läuft vieles besser.
Doch dann stirbt Ax und Frederike muss erneut einen schweren Verlust verkraften. Kurz darauf lernt sie Gebhard von Mansfeld kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden heiraten und Frederike zieht zu ihm auf den Burghof Mansfeld. Dort beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. Gleichzeitig wird die politische Lage immer angespannter und die historischen Ereignisse wirken sich zunehmend auf das Leben der Familie aus.

Mein Fazit zu Die Jahre der Schwalben von Ulrike Renk

Auch der zweite Band der Ostpreußen-Saga hat mir sehr gut gefallen. Ulrike Renk verbindet Frederikes persönliche Geschichte mit vielen historischen Fakten. Gerade diese Mischung aus Familiengeschichte und Zeitgeschichte macht den Roman sehr überzeugend und authentisch.
Frederikes Entwicklung wird glaubwürdig dargestellt. Man begleitet sie dabei, wie sie Verantwortung übernimmt, mit Verlusten umgehen muss und trotzdem ihren Weg geht. Auch die anderen Figuren sind sympathisch beschrieben, so dass man beim Lesen schnell wieder in die Geschichte hineinkommt.
Etwas gestört haben mich die teils großen Zeitsprünge von einem Kapitel zum nächsten. Dadurch musste ich mich manchmal erst wieder neu orientieren. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen und würde es vor allem Lesern empfehlen, die historische Romane mögen, die auf wahren Begebenheiten basieren.

Infos zum Buch

Herausgeber: Aufbau Taschenbuch Verlag
Format: Ebook
Seiten: 560