Archive for the 'Roman' Category
Forrest Gump von Winston Groome
3. Februar 2012In diesem Buch wird die Geschichte von Forrest Gump erzählt. Einem Jungen, der gerade mal einen IQ von 75 hat, also als schwachsinnig gilt. Es werden einige Episoden aus seinem Leben erzählt. Zum Beispiel wie er auf die Uni gekommen ist und dort Football gespielt hat oder auch was er im Vietnam-Krieg erlebt hat.
“Mein Name ist Forrest – Forrest Gump.” – Wer kennt diesen Satz nicht?
So fängt der Film zum gleichnamigen Roman von Winston Groome an. Auch wenn der Roman als Vorlage hergehalten hat, sind beide doch verschieden. So fehlt im Film zum Beispiel Forrests Erlebnis bei der NASA, im Buch wiederum fehlt Forrests Lauf durch Amerika. Auch wenn Film und Buch sich unterscheiden, wird bei beiden klar, dass Idioten eben nicht immer nur dumm sind.
Der Film ist recht langatmig, aber sehr gut, vor allem natürlich durch die schauspielerische Leistung von Tom Hanks.
Das Buch ist dagegen eher kurz, aber gut geschrieben. Es ist in der Ich-Form geschrieben und der Leser wird zwischendurch immer wieder direkt angesprochen. Das ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbdürftig, stört aber auch nicht wirklich.
Also ich kann Roman und Film nur jedem empfehlen.
Der dritte Teil von Fackeln im Sturm beschreibt die Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg.
Goerge Hazard tritt aus der Armee aus und kümmert sich wieder um seine Eisenwerke, sein Bruder Billy geht mit seiner Frau Brett nach Kalifornien und betreibt dort ein Baugeschäft. Charles Main versucht immer wieder in die Armee einzutreten und kämpft gegen die Indianer bis ihm klar wird, dass es auch noch anderes im Leben gibt – zum Beispiel seinen kleinen Sohn. Orrys Witwe Madeleine leitet nun Mont Royal. Da sie aber dort eine Schule für die Kinder der ehemaligen Sklaven von Mont Royal aufmacht, gibt es einen riesen Streit mit Cooper, dem die Plantage offiziell gehört…..
Auch der dritte Teil dieser Familientrilogie war wieder sehr interessant. Ich fand es aber teilweise etwas langweilig, weil es in diesem Buch hauptsächlich um Charles und die Indianer geht. Ab und zu erfährt man auch etwas über Madeleine, aber die Familie Hazard taucht irgendwie kaum noch auf. Dennoch fand ich das Buch durchaus gelungen. In erster Linie ging es dem Autor ja aischer auch um den geschichtlichen Aspekt und weniger um die Geschichte der beiden Familien.
Wer also Teil 1 und Teil 2 von Fackeln im Sturm schon gelesen hat, sollte auch den dritten Teil unbedingt lesen.
Im zweiten Teil dieser Trilogie beschreibt John Jakes das Leben während des Krieges zwischen Nord und Süd. Billy, Georges Bruder und Charles, Orrys Cousin gehen nun nach West Point – genau wie die beiden damals werden auch Billy und Charles dort Freunde fürs Leben. Als der Krieg kurz bevor steht entscheiden sich auch George und Orry dazu wieder in den Militärdienst einzutreten. Beide nehmen einen Bürojob an mit dem sie aber schon nach kurzer Zeit nicht mehr zufrieden sind. Nachdem Billy erfolgreich seinen Abschluss in West Point gemacht hat, dürfen er und Brett – Orrys kleine Schwester – heiraten. Auch Charles hat eine Affäre…..
Auch diesen Teil fand ich sehr interessant. Der Autor beschreibt das Leben auf beiden Seiten (Nord und Süd) sehr gut. An manchen Stellen fand ich die Beschreibungen der Kriegsszenen etwas langweilig, andererseits sind sie auch wichtig, um alles wirklich verstehen zu können. (Man kann ja auch drüber weglesen.)
Insgesamt würde ich auch dieses Buch weiterempfehlen. Man sollte aber unbedingt auch den ersten Teil lesen, um alles zu verstehen.
Die Erben Kains (Fackeln im Sturm Teil 1) von John Jakes
14. April 2011Orry Main ist allein auf dem Weg zum Schiff, das ihn zur Militärakademie West Point bringen soll. Auf dem Weg dorthin wird er plötzlich angehalten. Man befiehlt ihm den Trägern sein Gepäck zu geben. Da er dies nicht möchte kommt es zu einer langen Diskussion. Doch kurz bevor es zu Handgreiflichkeiten kommt greift ein dazugekommener Junge ein und verscheucht die Männer. Dieser Junge ist George Hazard. Er wird von seiner Familie zum Schiff gebracht. Während der Fahrt nach West Point haben Orry und George Zeit sich kennenzulernen. Denn gemeinsam müssen sie nun 4 Jahre an der Militärakademie durchstehen….
Ich fand das Buch sehr interessant. Natürlich geht es hier hauptsächlich um den Konflikt zwischen Nord und Süd – also zwischen den Sklavereibefürwortern und den Sklavereigegnern. Der Autor beschreibt aber das Leben in beiden Teilen des Landes sehr gut. Auch stellt er die verschiedenen Meinungen zu diesem Thema gut dar. Um das alles zu verstehen, muss man auch einige politische Aspekte kennen, auch diese bringt John Jakes gut in der Geschichte unter, so dass man das Buch alles in allem wirklich gut lesen kann ohne ständig Geschichtsbücher wälzen zu müssen. Ich finde er hat ein wirklich gutes buch geschrieben, in dem man ein wenig was über die amerikanische Geschichte lernen kann und in dem es natürlich auch eine sehr rührende Lovestory gibt.
Wer sich für historische Romane interessiert, sollte dieses Buch unbedingt mal lesen.
Sag mir auf Wiedersehen von Alexandra Cordes
27. März 2011Christine Welsch ist gerade 13 Jahre alt als sie Georg Bonet das erste Mal sieht und sich in ihn verliebt. Genauso wie er sich in diesem Moment in sie verliebt. Georg ist zwei Jahre älter als Christine. In den folgenden Jahren verbringen die beiden jede freie Minute miteinander. Doch als Georg die Schule beendet hat, will er nach Potsdam, um dort Medizin zu studieren. Vor seiner Abreise muss er allerdings Christines Vater versprechen sie erst wiederzusehen, wenn er das Studium abgeschlossen hat. Wenn er sie dann immer noch liebt, darf er um ihre Hand anhalten. Doch Georg hält es nur zwei Jahre aus und wird dann krank vor Sehnsucht nach Christine….
Ein schnulziger und kitschiger Roman. Es geht die ganze Zeit nur darum, ob die beiden zusammenkommen. Die Geschichte spielt in der Zeit von ca. 1880 bis ca. 1935. In dieser Zeit ist ja wohl vieles passiert, aber im Roman kommt kaum etwas davon vor. Es wird allenfalls angedeutet.
Auch sind mir die Zeitsprünge irgendwie viel zu groß. Von einem Kapitel ins nächste werden Jahre übersprungen. Irgendwie bin ich auch mit den Figuren in dieser Geschichte nicht wirklich warm geworden.
Also ich würde diesen Roman nicht weiterempfehlen. Wer allerdings gerne mal einen superkitschigen Roman liest, kann ihn ja dennoch mal lesen. Allen anderen rate ich davon ab.
Stimme des Herzens von Barbara Taylor-Bradford
17. März 2011Katherine Tempest kam nach England um an der berühmten Schauspielschule zu studieren. Nun hat sie ihren ersten Job als Schauspielerin. Sie spielt die Hauptrolle in “Trojan Interlude” und die Menschen sind begeistert von ihr. Auch Kim Cunningham. Nachdem er sie einige Male ausgeführt hat, macht er sie eines Abends mit seiner Schwester Francesca bekannt, auch sie ist sofort von Katherine begeistert. In seiner Begeisterung bestärkt stellt Kim Katherine seinem Vater vor. Dieser ist auch sehr angetan von ihr, aber auch sehr skeptisch, ob das mit den beiden wirklich klappt.
Victor Mason, ein bekannter amerikanischer Schauspieler hält sich zu dieser Zeit ebenfalls in England auf und möchte von Katherine Probeaufnahmen machen. Diese fallen so gut aus, dass er ihr die Hauptrolle in seinem neuen Film gibt. Doch ist das wirklich alles?
Eine sehr verzwickte, romantische, teils schon kitschige Geschichte. Aber ich fand das Buch dennoch sehr interessant. Man lernt hier ganz nebenbei ein wenig was über die Schauspielerei.
Also ich empfehle diesen Roman jedem, der gerne Romane liest und jedem der eine leichte Unterhaltung für den nächsten Urlaub sucht. An den knapp 800 Seiten hat man ja dann doch etwas zu lesen….
Die Schönenbecker von Marlis Fengels
12. Februar 2011Johann Möllendorf fährt ins nahegelegene Schönenbeck, um dort einem pleite gegangenen Wirt sein Wirtshaus samt Ländereien abzukaufen. Wieder zu Hause läßt er seinen Söhnen die Wahl wer von beiden das Wirtshaus führen und dort wohnen soll. Sie einigen sich, dass Gustav nach Schönenbeck gehen soll. Schließlich hat er schon Frau und Kinder und Johanns Frau kommt mit ihrer Schwiegertochter überhaupt nicht aus. Gesagt, getan. Kurze Zeit später ziehen Hermine und Gustav nach Schönenbeck und führen das Wirtshaus. Sehr bald haben sie sich in Schönenbeck eingelebt.
Ein interessanter Roman, aber irgendwie hatte ich eher das Gefühl, dass das alles einzelne kleine Geschichten sind. Es gibt zwar durch die Familie Möllendorf einen roten Faden, aber trotzdem hat mir da irgendwie ein wenig der Zusamenhang gefehlt. Eine Geschichte über ein Dorf mit einer Zeitspanne von 1890 bis1943in knapp 500 Seiten zu packen, ist halt gewagt.Es wurden zwar wichtige geschichtliche Aspekte angeführt, aber manchmal fehlte mir dennoch der Zusammenhang.
Wer gerne so eine Familiengeschichte liest, kann das Buch ruhig mal lesen.
Sturz der Titanen von Ken Follett
28. Oktober 2010Billy Williams ist gerade mal 12 Jahre alt als er mit seinem Freund Tommy das erste Mal unter Tage beim Kohleabbau hilft. Seine Schwester Ethel hat es da besser. Sie arbeitet als Hausmädchen beim Earl.
Aber auch Grigori in Russland hat es nicht leicht. Seit seine Mutter vor einigen Jahren ermordet wurde, muss er sich um seinen kleineren Bruder kümmern. Er arbeitet in einer Stahlfabrik und teilt sich mit seinem Bruder ein kleines Zimmer.
Besser dagegen hat es Walter von Ulrich. Seine Familie ist reich, lebt in Berlin und sein Vater ist ein etwas höheres Tier im Militär. Auch Walter arbeitet in der Politik.
Und auch Gus Dewar lebt in einer besser gestellten Familie in Washington und arbeitet für den amerikanischen Präsidenten.
Aber was haben die nun alle miteinander zu tun? Das erfährt man auf über 1000 Seiten. ![]()
Nein, im Ernst. Das Buch ist wieder mal ein Meisterwerk. Ken Follett erzählt in diesem Roman recht anschaulich wie es zum ersten Weltkrieg gekommen ist, wie die Leute in dieser Zeit gelebt haben und wie der Krieg beendet wurde. So macht Geschichte Spaß!
Als ich das Buch aufgeschlagen habe und dieses ellenlange Personenverzeichnis gesehen habe, dachte ich “Na die ganzen Namen merkst du dir nie!”. Aber fängt man erstmal an zu lesen, kann man sie sich dann doch sehr gut merken. Denn die Personen tauchen erst so nach und nach auf.
Viele sind vielleicht etwas wegen dem doch recht hohen Preis abgeschreckt. Ich habe auch erst überlegt, ob ich nicht einfach warte bis es als Taschenbuch rauskommt. Aber nun bereue ich es nicht. Es ist ein wirklich interessantes Buch über den ersten Weltkrieg, das ich nur jedem empfehlen kann!
Die weißen Lichter von Paris von Theresa Revay
14. März 2010Xenia Ossolin lebt mit ihrer Familie in Russland. Sie haben ein großes Haus und führen ein gut behütetes Leben bis die russische Revolution beginnt. In dieser Zeit wird ihr Vater erschossen, ihre Mutter bekommt ein Baby und sie fliehen aus Russland.
Einige Jahre später sind sie in Paris und versuchen ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Ich fand dieses Buch furchtbar und habe kurz vor der Hälfte aufgehört es zu lesen.
Ich konnte mir die Figuren irgendwie nicht richtig vorstellen. Auch hat die Autorin immer nur kurze Szenen aus dem Leben der Figuren erzählt, aber irgendwie war das alles nicht so flüssig erzählt. Auch hat sie wichtige historische Ereignisse oder Personen nur kurz genannt, ist aber nicht weiter darauf eingegangen.
Erst dachte ich ja ich muss mich nur an ihren Erzählstil gewöhnen, aber das wurde nicht besser, obwohl ich schon über 200 Seiten gelesen hatte. Und da habe ich dann beschlossen mich nicht weiter mit diesem Buch zu quälen.
Gut, dass ich es geschenkt bekommen habe. Ich hätte mich sehr geärgert, hätte ich dafür Geld ausgegeben.
Ich finde das Buch absolut nicht empfehlenswert.
Johnny der Engel von Danielle Steel
5. Februar 2010Alice, Jim und ihre Kinder Johnny, Charlotte und Bobby sind eine Familie, die es eh schon nicht ganz leicht hat. Vor 5 Jahen hatte Jim mit Bobby einen Autounfall. Seitdem spricht Bobby nicht mehr und Jim hat angefangen zu trinken.
Nun ist endlich der Tag des Abschlussballs für Johnny gekommen. Natürlich geht er mit seiner Freundin Becky hin. Beide haben viel Spaß und wollen nach dem Ball mit Freunden noch einen Hamburger essen gehen. Zusammen fahren Sie los. Plötzlich rast eine Gruppe Jugendlicher an ihnen vorbei. Kurze Zeit später kommt es an einer Kreuzung zu einem verhehrenden Unfall bei dem Johnny stirbt.
Nun hat es seine Familie noch schwerer. Aber wenige Monate nach seinem Tod taucht er als Engel wieder auf….
Ich fand das Buch absolut daneben. Man ist besser von Danielle Steel gewöhnt als so einen unrealistischen Quatsch!
Natürlich wünschen sich viele, dass ein Verstorbener nochmal wieder kommt, um sich von ihm richtig verabschieden zu können, aber das geht nun mal nicht.
Seit ich dieses Buch gelesen habe, habe ich beschlossen keine weiteren neuen Bücher von Danielle Steel zu kaufen. Sie bringt eh meist dasselbe und das wird irgendwann auch langweilig.